Unsere Gründungsstory

Eine Idee wird geboren und Fremde kommen zusammen


An einem der ersten warmen Wochenenden im April 2024 hat sich Jonas K. entschlossen endlich seine erste Foto-Ausstellung in der Försterstraße 9 zu machen. Damals wurde der Raum noch von einer größeren Gruppe privat genutzt, unter anderem Jonas Cousin. Das Wetter hat mitgespielt und die Ausstellung war ein voller Erfolg. Und in all dem kam ein Thema auf: Die Gruppe gibt den Raum auf - Mietvertrag gekündigt. Und dann fanden sich auf einmal Fremde zusammen: Zwei Fotografen, zwei DJs, eine Reporterin, eine Juristin, ein Hobby-Schreiner, ein Kunststudent, ein Sportwissenschaftler, eine Social-Media-Managerin und ein Finanzler. Ein bunter Haufen an Freunden, Bekannten und Fremden, aber alle waren sich einig „Dieser Raum darf nicht verloren gehen“.
Zwei Monate später war die Sache fix. Man konnte sich gegen eine Goldschmiede durchsetzen und war nun als Gruppe privater Mieter der Räumlichkeiten. Strotzend vor Tatendrang ging man davon aus, dass man die Räumlichkeiten allein mit Events zur Förderung von Kunst und Kultur bespielt bekommt und Freunde und Bekannte auch von der Chance profitieren würden.


Fast forward ein Jahr

Die Idee ist nicht gestorben, aber das Kollektiv bröckelt. Finanzieller Struggle durch die Mietkosten, die man sich aufteilt und eigentlich jeder ist geschlaucht von Job, Studium oder privaten Umständen, die keinen Platz für kreatives Handeln lassen. Die ersten kündigen an, dass sie das Kollektiv verlassen. Also noch mehr finanzieller Druck auf die Anderen. Was nun?
Die Idee darf nicht sterben. Der Raum, der letztendlich nur für die Option Neues auszuprobieren steht, muss erhalten bleiben. Also muss man umdenken. Wenn das aktuelle Kollektiv selbst nicht die Power hat den Raum zu bespielen, dann muss das Kollektiv wachsen. Je größer die Gruppe, desto kleiner die finanzielle Last für das Individuum und je größer die Wahrscheinlichkeit, dass jemand gerade die Energie hat etwas Neues zu initiieren und sich auszuprobieren. Ein Verein muss her - von Leuten, die fördern wollen, für Leute, die Ideen haben und Andere ermutigen wollen ihre Ideen umzusetzen.


Der e.V. wird geboren

Jemals einen Verein von Grund auf gegründet? Kann man auch niemandem empfehlen. Aber der Prozess des bürokratischen Wahnsinns prüft auf jeden Fall, ob man es auch wirklich will. Im August 2025 war es dann endlich so weit und der Verein wurde von 10 Personen in der Gründungssitzung ins Leben gerufen. Gründungsmitglieder: Luca Daniel (1. Vorsitzender), Jonas Kammer (2. Vorsitzender), Sebastian Risch (Schatzmeister), Isabell Schirra (Schriftführerin), Luca Heib (Beisitzer), Nils Kammer (Beisitzer), Nick Kempel (Beisitzer), Vivien Rüppel (Beisitzerin), Till Weyand (Beisitzer), Pauline Andler (Fördermitglied).
Seit diesem Zeitpunkt arbeitet der Vorstand daran eine Struktur aufzubauen, die sich einerseits selbst trägt und andererseits Menschen eine Chance gibt neue Dinge auszuprobieren, ohne dabei große Hürden aufzubauen. Aktuell hat der Verein ~70 Mitglieder und wächst stetig. Der Verein soll sich und seine Räumlichkeiten selbst tragen können, indem jeder einen kleinen Teil durch seine Mitgliedschaft trägt. Ein Teil den Jede/r tragen kann ohne dadurch belastet zu sein. Im Gegenzug muss der Verein dafür aber auch wachsen und groß genug werden. Wir wollen die Leute weg von dem Gedanken bringen „was hab ich davon?“ sondern eher hin zu „Ich bin Teil einer Gemeinschaft, die für alle eine Möglichkeit offen hält und wenn ich sie gerade nicht nutze, dann fördere ich die Möglichkeit für Andere und unterstütze sie dabei etwas Neues zu initiieren.“.